Entgegen allen offiziellen Tipps empfehlen wir, unsere Erkenntnisse anzuwenden.
(Die Zeitschriften drucken nur jedes Jahr die alten Dateien ab, weil sie nichts Neues wissen)
Wir sprechen aus Erfahrung mit mehreren 100 Motorrädern.
-Batterie abklemmen und nach Möglichkeit auch ausbauen, warm und trocken lagern, ggf. nachladen oder mit einem Frischhaltegerät optimal laden/entladen.
Ladegeräte gibt es gute und weniger gute. Am besten Sie hängen die Batterie alle 2 Monate ca. max. 1 Tag an ein handelsübliches Gerät an. Wir haben herausgefunden, dass selbst so super Lade-/Haltestationen die Batterie verschleissen.
-Tank volltanken ist absolut out !
Wir haben festgestellt, dass selbst bei Motorrädern ab Baujahr 2000 der Tank verrostet war, selbst wenn er randvoll gefüllt war.
Das Problem am Rost sind die verschiedenen Zusätze im Benzin, aber am schlimmsten ist die Farbe, welche unterscheidet früher Normal / Super.
André Porsche sei Dank war das einmal eine gute Erfindung, welche aber heute nicht mehr gut ist für unsere Tanks.
Aus diesem Grund gibt es für die Fa. rebikeling nur eine Variante mit dem Benzin. Herausnehmen (in Kanne abfüllen = Reservekanne für Sommer) und sogar mit einem Fixleintuch oder sonst grossem Tuch den Tank innen absolut trocken stellen durch den Winter. Es empfiehlt sich sogar den Tankdeckel geöffnet zu lassen, sowie den nun auch leeren Benzinhahn zu öffnen und den Schlauch zu demontieren, damit es Durchzug geben kann.
- bei Kunststofftanks nicht nötig, aber zu empfehlen ist auch hier - Benzin raus! Zusätzliche Unfallgefahren sind auch so eliminiert!
-Vergaser Schwimmerkammern leerlaufen lassen (unten am Vergaser befindet sich eine Ablass-Schraube). Das verhindert verharzen oder verschmutzen der empfindlichen Düsen etc.
-Fahrzeug reinigen und mit einer atmungsaktiven Plane abdecken, Oberflächen mit Korrosionsschutz behandeln (Ölspray z.B. WD40 o. ähnliches)
-Reifenluftdruck leicht erhöhen (max. 3 atü) und Fahrzeug auf den Hauptständer stellen bzw. so aufbocken, dass beide Räder nicht den Boden berühren (um Standplatten oder Unwuchten zu vermeiden)
-Besonders vorsichtige Naturen schrauben noch die Zündkerzen raus, spritzen etwas Öl in den Brennraum und kurbeln den Motor ein paarmal ohne Zündung durch.
-Ebenfalls empfehlenswert ist eine Erneuerung des Motorenöls und des Ölfilters, das verhindert Korrosion an Getriebe etc. durch vorhandene agressive Stoffe im Altöl.
-Das Motorrad sollte trocken und geschützt stehen. Es gibt Firmen, die Ihr Bike professionell über die Wintertage bei sich einlagern und alle notwendigen Arbeiten durchführen.
-Falls sie Ihr Motorrad auch im Winter bewegen, sollten Sie auf genügend Gefrierschutz in der Kühlflüssigkeit achten!
-Ebenfalls empfehlenswert ist ein jährlicher Austausch der Hydraulikflüssigkeiten. Da diese hygroskopisch (wasseraufnehmend) sind, kann bei verschärften Bremsungen das aufgenommene Wasser zu sieden anfangen, worauf sich Luftblasen bilden, welche ihrerseits wieder komprimierbar sind, was eine massiv schlechtere Verzögerung zur Folge hat!
Wenn Sie alle Tipps befolgen, steht im Frühling einem problemlosen Start nichts mehr im Wege und Sie können unbeschwert losdüsen.