(( Bericht für Moto Sport Schweiz ))
Bikers Classics in Spa-Francorchamps 2011
Yamahas Renngeschichte ist genau ein
halbes Jahrhundert alt
Yamaha 50 Jahre Vollgas
50 Jahre Vollgas mit Yamaha
Yamaha 50-Jahre am Limit
Nebel liegt über der Eau Rouge in Belgien
Nein es ist nicht die abtrocknung der Rennstrecke nach den berüchtigten Regenschauern über den Ardennen.
Diesmal ist es ein leicht süssliches, perfekt angereichertes Rauchgemisch von Rhizinus Rennöl und Afgas/Benzin.
Vom 1.-3. Juli 2011 wurde nämlich in Spa-Francorchamps der 50. Geburtstag der sehr erfolgreichen Renngeschichte von Yamaha gefeiert.
Christian Jupsin und Ferry Brouwer luden ein und sie kamen nicht zögerlich, die vorwiegend treuen 2-Takter Fans. Präsentiert wurden nicht nur Production Racer sondern auch sehr viele hochkarätige Renngeschosse gefahren von den Legenden von dazumals.
Yamaha schrieb ganz speziell in Spa-Francorchamps schon vor knap einem halben Jahrhundert Geschichte, wie auch zum 50-jährigen Jubiläum mit dieser wunderschönen Ausstellung und dem fahrenden Museum gleich nochmals an diesem sonst so verschlafenen kleinen Ort.
Yamaha’s Renngeschichte geht aber noch weiter zurück in die mitte der 50-er Jahre. Am Mount Asama unweit Tokyo sowie auch gleich gegenüber am nahe gelegenen Fulkan, am Mt. Fuji Race.
Heute würden wir das vergleichen mit Hillclimbing was damals noch als Bergrennen ausgetragen wurde.
Yamaha startete mit dem Modell YD-B (Bild mit StartNr.33) mit Fumi Ito. Aufgepept mit Scrambler Auspuff (heute Enduro genannt) und Stollenreifen vorne und hinten aufgezogen.
Auch der relativ grosse Zahnkranz hinten diente zur steileren Bezwingung von Einzeletappen.
1961 endlich schnupperte Yamaha zum ersten mal in der Internationalen Klasse der Grand-Prix Klasse in Übersee die richtige Rennluft ein.
Schon 1963 fuhr der Japanische Werksfahrer Fumio Ito in der 250er Klasse in Belgien den ersten Sieg ein für das Werk aus Iwata.
1964 bestätigte Phil Read die Qualität der noch jungen Yamaha Rennmaschinen in der 250er Klasse und beendete die Saison als erster Weltmeister für die Marke mit den 3 Stimmgabeln.
Diese 3 gekreuzten Stimmgabeln im Kreis sind bis heute das unverwechselbare Synonym geblieben.
1965 doppelte Read nach und 1967 holte sich Bill Ivy in der 125er Klasse mit der V4 RA31den Weltmeistertitel. Dann im Jahre 1968 schon wieder Phil Read sogar als Doppelweltmeister in der 125er und 250er Klasse.
In diesem Jahr wurde sogar zum ersten mal die technisch hochstehende 4-Zylinder eingesetzt, welche zum Sieg führte.
Mit einer TD2 Productionracer errang Ken Andersson im Jahre 1969 den Vize Weltmeistertitel.
Ab 1970 hagelte es dann noch mehr Weltmeistertitel in Serie.
1970 mit Rodney Gould in der 250er Klasse. In diesem Jahr züchtete Yamaha viele gute Rennfahrer heran. Namen wie Rodney Gould, Kel Carruthers, Ken Andersson, Jarno Saarinnen, Börje Jansson und Chas Mortimer. Diese zum grössten Teil noch sehr munteren Herren waren übrigens fast alle ins Spa ganz flott auf den Bikes unterwegs.
Phil Read, Bill Ivy, Mike Duff (heute Michelle Duff), gehörten ja schon zu den alten Hasen.
1971 gewann einmal mehr Phil Read in der 250er Klasse.
Nachdem 1973 Jarno Saarinnen in Monza in der 500er Klasse umgekommen war gab sich Yamaha eine Auszeit von zwei Jahren von der Königsklasse.
Erst 1975 sollte das Italienische Vollblut und bis heute 15-facher Weltmeister Giacomo Agostini in dieser Klasse den begehrten Titel für Yamaha wieder gewinnen.
Ab 1978 kam Kenny Roberts in's sogenannte Spiel und löste Ago mit den heiss umkämpften Weltmeistertiteln ab. Kenny Roberts (1973 – 1983) und Barry Sheene (1971-1982), Marco Luccinelli (1975 – 1977) und Johnny Cecotto (1973 – 1978), Steve Baker (1977 + 1978) sowie Graemy Crosbi (1982), Franco Uncini (1976 – 1978) und Jarno Saarinnen (1970 – 1973) waren alles Namen, welche der Suppe die richtige Würze gaben und den Zuschauern damals Motorsport vom feinsten lieferten.
Nicht zu vergessen aber auch die Namen wie Eddy Lawson (1984 – 1988) und Carlos Lavado (1981-1988), Wayne Rainey (1990 - 1992) und Christian Sarron (1976 – 1990).
Last but not least auf keinen Fall
zu vergessen unsere erfolgreichen Schweizer Rennfahrer auf Yamaha:
Cornu, Coulon, Frutschi, Gächter, Graf, Kneubühler, Lüscher, Pfirter, Rungg, …..,
Es ist leider gar nicht möglich in diesen paar wenigen Zeilen alle
Legendären Rennfahrer von Yamaha bis zu Valentino Rossi hier aufzulisten.
Eines bleibt zu merken: Falls in Spa wiedereinmal Bikehistory gefeiert werden sollte wird es ein super Fest werden. Was im nächsten Jahr vom 29. Juni bis zum 1. Juli <st1:metricconverter ProductID="2012 in">2012 in</st1:metricconverter> Spa abgeht bleibt noch ein Geheimnis, aber der Termin ist reserviert.
1. Foto: Dieses Foto ist 6MB gross und demzufolge s.g. lesbar (bitte auf Photo Shop selber zuschneiden (Rita ist noch in den Ferien))
2. Foto Start Nr. 33
3. Foto YZF 500 von Kenny Roberts Modell: OW35K von 1978
4. Foto YZF 250 von Carlos Lavado Modell: OW47 von 1983
5. YZR 500 von Eddie Lawson Modell: OW98 von 1988
6. Rechts mit der Spraydose der Chef persönlich (Ferry Brouwer) beim finish zum Show down
7. und hier gleich nochmals beim putzen
8. weiss-rot ohne Ende
5x Steve Baker
Nr. 32 gefahren von Steve Baker auf der 750er Werks OW31 von 1978
6x Christian Sarron
Nr. 7 Christian Sarron auf der 500er Werks OW53 von 1981
5x Bruno Kneubühler auf der 125er Werks Yami
Nr. 1 Bruno Kneubühler auf der 125er Werks OW15 von 1975
alt und jung fighten zusammen auf der Start / Ziel geraden (Eau Rouge hinunter)
Start Nr. 13 Phil Read hat gut lachen mit 8 Weltmeistertiteln in der Tasche (trotz No 13)
Nr. 32 gefahren von Steve Baker auf der 750er Werks OW31 von 1978, links davon mit der Nr. 7 Christian Sarron auf der 500er Werks OW53 von 1981
Nr. 5 Rod Gould auf der 500er Werks YZ 634 von 1972 Nr. 6 Mario von Rooijen auf der 500er Werks YSK53 von 1977 dahinter Nr. 5 mit Roberto Anelli auf einer TZ 750 von 1978
und los geht’s mit den ungezähmten wilden.
Nr. 11 Peter Frohnmeyer auf TZ 250 E von 1978 und Nr. 1 Bruno Kneubühler auf der 125er Werks OW15 von 1975
Leif Nielsen (DK) auf TZ250 G von 1980